Umsetzung des Landschaftsplans

Streuobstwiese



Praktische Tipps

Was wird getan – was kann man tun? In Hausgärten und Obstwiesen können schon einfache Maßnahmen große Wirkung erzielen.

Altholzstapel:
Schichten Sie kleinere Äste und Baumschnitt, der nicht als Brennholz taugt, zu einem Altholz-Stapel in der Streuobstwiese auf. Bald werden sich Insektenarten ansiedeln, die auch eine wichtige Nahrungsgrundlage für kleine Reptilien und Vögel bilden.

Steinhaufen:

Lesesteine und alte Ziegelsteine, am Rand des Obstbestands angehäuft, stellen eine große Bereicherung dar, für Insektenarten und kleine Reptilien wie Eidechsen. Ein etwas größerer Steinhaufen kann sogar Nistplatz für den Wiedehopf bieten.

Randstreifen und Hecken:

Für große Hecken ist an Obstgärten meist kein Platz, weil sie den Obstbäumen Licht und Platz streitig machen würden. Aber schon eine kleine "Hecke" aus Staudenpflanzen und Brombeer- oder Rosenranken bietet vielen Schmetterlings-Arten Lebensraum und schützt die Nistplätze von Garten- und Dorngrasmücke. Als Schutz vor Belastungen kann ein Randstreifen zwischen der Obstwiese und dem angrenzenden Feld angelegt werden. Ab einer Breite von zehn Metern können solche Pufferstreifen auch finanziell über die Naturschutzprogramme des Freistaates Bayern gefördert werden.

Nisthilfen und Nistkästen:

Ortenburgs alte Streuobstswiesen sind reich an Baumhöhlen – in den jungen Neuanpflanzungen, die in den letzten Jahren erfreulicherweise angelegt würden, fehlen solche natürlichen Nistplätze aber. Jede Vogelart hat dabei ihre eigenen Ansprüche an den richtigen Nistplatz, und deshalb sehen die verschiedenen "Vogelhäuser" auch sehr unterschiedlich aus. Auf dem Bauernmarkt in Ortenburg bietet die Ortsgruppe Ortenburg des Bund Naturschutz jedes Frühjahr Nisthilfen zum Kauf an.

Nisthilfen gibt es aber nicht nur für Vögel!
Auch die Fledermäuse nehmen gerne einen speziell für sie angepassten "Nist"-Kasten an, von dem aus sie dann in der Dämmerung auf die Jagd nach Insekten ausfliegt. Die Ansiedlung von bestimmten Insekten kann man ebenfalls durch Nisthilfen fördern: ein einfacher Blumentopf, mit Stroh oder Holzwolle gefüllt und verkehrt herum an den Zweig eines Obstbaums gehängt, wird schnell vom sog. "Ohrenhöhler" bewohnt, der sich von Läusen und anderen Obstbaum-Schädlingen ernährt.



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