Umsetzung des Landschaftsplans

Landschaft und Bäche



Würdinger Bach

Der Würdinger Bach ist der längste der Bäche auf dem Gemeindegebiet. Er folgt auf seinem Weg von der Quelle bis zur Mündung einem Höhenunterschied von fast 140 Metern. Früher war er ein breit schwingender Bach inmitten einer grasbe-wachsenen Aue, zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Bach begradigt und hat sich in der Folge tiefer in die Landschaft eingeschnitten. Das Tal des Würdinger Bachs ist relativ flach und für Ackerbau gut geeignet, der gelegentlich bedenklich nah bis an den Abbruch des Bachufers herangeführt wird. Die fruchtbaren Böden werden bei starken Regenfällen leicht abgeschwemmt: viele Tonnen wert- voller Ackerboden, manchmal über 20 t pro Hektar Ackerland in einem Jahr. Diese Massen an feinem Schlamm bleiben teilweise im Bachbett, werden bachabwärts angespült und sind Mitverursacher von Überschwemmungen. Die ausgespülten Nährstoffe sorgen für starkes Algen- und  Wasserpflanzenwachstum.

 

Würdinger BachUm das zu verhindern, hat die Gemeinde Ortenburg im Rahmen der Landschaftsplanumsetzung Maßnahmen zum Erosionsschutz und Gewässerschutz ergriffen. Das Bachufer wurde abgeflacht und bepflanzt, auf freiwilliger Basis stellten die Landwirte, die Äcker am Würdinger Bach bewirtschaften, dafür Teile ihrer Grundstücke zur Verfügung. Außerdem haben viele Landwirte beim Maisanbau auf Mulchsaat umgestellt und verhindern dadurch, dass der Oberboden zwischen den Pflanzenreihen herausgeschwemmt wird.
     

        


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